Meine (Wahl-)Heimat ist seit über 10 Jahren das Schwabenland, auch wenn das für mich als Badner eigentlich schwer ist, ertrage ich es mit Fassung und sehe es als meinen persönlichen Lebensauftrag etwas Kultur einzuführen. Da ich aber, bedingt durch meinen Vater, der den hohen Norden seine Heimat nennt, Gott sei Dank, nahezu dialektfrei erzogen wurde, muss ich sehr oft über das schmunzeln was meine lieben Arbeitskollegen so täglich von sich geben…
Angefangen hat mein Kampf ja eigentlich damit, dass ich den Schwaben beibringen wollte, dass es das Wort “einzigste” nicht gibt bzw. “einzig” nicht steigerbar ist – und das auch “die WO das gesagt hat…” total falsch ist. Da wir aus Baden-Württemberg ja bekanntlich alles können ausser Hochdeutsch (und Wählen) nehme ich das aber mittlerweile so hin und verbessere nur noch selten.
Heute erzählte mir aber ein Kollege von “Hennerhaasau” – was ich zunächst für eine kleine Ansammlung schwäbischer Aufständischer in einem Dorf südlich von Stuttgart gehalten habe, stellte sich aber schnell als eine völlig “normale” Frage unter Bauern heraus. “Hennerhaasau” – bedeutet soviel wie “Habt ihr auch Hasen?”. Junge Junge, das soll mal einer verstehen?
Bei der Gelegenheit wurde ich direkt wieder an die legendäre Rede von Günther Oettinger erinnert, der mit seinem Swabian-Denglisch in meinen Augen den Vogel auf Lebzeiten abgeschossen hat. Gut, ich könnte natürlich wieder auf das Thema “Wahlen in Baddewürdeberg” eingehen, das spare ich mir aber lieber, weil das anstonsten eine recht einseitige Betrachtung werden würde daher lasse ich da gerne anderen den Vortritt.
Apropos einseitige Diskussion – Ashton Kutcher, der langhaarige und schlechtrasierte Twitter-Weltmeister und Demy Moore-Lover, hat unlängst Charlie Sheen bei “Two and a half Men” abgelöst, seit gestern wissen wir auch, wie er in die Serie “eingeführt” wurde – nämlich nackt, also quasi, der Arsch war ja verpixelt. Ein Danke an die amerikanischer Zensur an dieser Stelle. Es wird viel geredet, viele sagen, dass er es auch keinen Fall schaffen wird “Onkel Charlie” zu ersetzen, bzw. die Einschaltquote ähnlich hoch zu halten wie er. Ich denke ich werde ihm mal eine Chance geben – zumal ich zu seiner Ehrenrettung sagen muss, dass mir sein Film “Toyboy” (“Spread” im Original) erstaunlich gut gefallen hat.
Warten wir das nun einfach mal ab, freuen uns über tolle Innovationen aus dem Schwabenland und sehen den Piraten aus der Ferne beim Entern in Berlin zu – Arrrr!



Loon meint am 21.09.2011:
Ha, ich dachte du lässt jetzt deinem Redeschwall freien Lauf, in Bezug auf die Schwaben bezüglich Ashton Kutcher. Wir haben auch einen Schwaben an der Arbeit. Klingt sicher gut, wenn Schwaben diesen Namen aussprechen.
Jürg meint am 21.09.2011:
Nice, endlich wieder ein Blogeintrag!
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